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Das Klima gegenüber Fremden ist in Deutschland merklich kälter geworden. Beschimpfungen oder fremdenfeindliche Äußerungen sind noch die harmloseren Beispiele dafür, was Menschen anderer Nationalität oder Hautfarbe in ihrem Alltag in unserem Land ertragen müssen.

     Dagegen wenden wir uns entschieden und ebenso gegen Falschinformationen von politischen Vertreterlnnen und Parteien, die eigentlich doch verantwortlich abschätzen müssten, welche möglichen schrecklichen Konsequenzen ihr Handeln haben kann (Solingen und Lübeck sind traurige Beispiele, ebenso die zahlreichen Übergriffe in den neuen Bundesländern).

     Die Palette der fremdenfeindlichen und rassistischen Verhaltensweisen ist sehr breit gefächert. Tätliche Übergriffe mit zum Teil sogar tödlichem Ausgang sind höchste Alarmsignale und Extrembeispiele, welche sich aber schon mehrfach in unserem Land ereigneten.

     Für Migranten, wie für Flüchtlinge und Asylsuchende bedeutete das neue Ausländer- und Asylverfahrensgesetz eine große Verunsicherung nicht selten Veränderungen bezüglich ihres Aufenthaltsstatus.

'Ein Land, das seine Fremden nicht schützt, wird bald untergehen.

     Die Medien, insbesondere die Boulevardpresse trugen durch ihre tendenziöse Berichterstattung in nicht unerheblichem Mass dazu bei, daß sich vor allem in Wahlkampfzeiten die Stimmung gegen Menschen anderer Nationalitäten verstärkte.

     Auch einige prominente Personen des politischen und öffentlichen Lebens hatten ihren Anteil an der Negativ-Meinungsbildung gegenüber Migranten und besonders gegenüber Asylsuchenden.

     Erhebliche Informationsdefizite bei einem Großteil der Bevölkerung bilden einen fruchtbaren Boden für populistische Meinungsmache. Die demokratische Reife einer Gesellschaft aber zeigt sich im Umgang mit ihren Minderheiten.

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