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Literaturvorschläge

Ratschlage zum verhalten in Bedrohungssituationen


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Wer wird als Ausländer bezeichnet?

 

Wer wird als Asylbewerber bezeichnet?

 

Was ist ein Fremder?



 

Ohne sie würden viele Arbeitsbereiche nicht funktionieren, wie z.B. die Pflege in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheime, der öffentliche Nahverkehr, die Großmarkthalle u.v.a.

WER WIRD ALS  BEZEICHNET?

In vielen Fällen handelt es sich um Menschen, die seit mehr als 10, 20 oder sogar 30 Jahren hier leben und arbeiten. Sie zahlen ihre Steuern und Sozialabgaben (Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) und leisten damit seit langem ihren Beitrag zu unserer Gesellschaft.

"Ausländer in Deutschland zahlen jährlich 30 Milliarden Mark mehr ein, als sie verbrauchen."

(Zitat aus der Zeitschrift "Public Forum aktuell")

Ohne sie würden viele Arbeitsbereiche nicht funktionieren, wie z.B. die Pflege in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, der öffentliche Nahverkehr, die Großmarkthalle u.v.a.


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WER WIRD ALS  BEZEICHNET?

Asylbewerber sind in der Regel Menschen, die aufgrund von Krieg, politischer Verfolgung, massiven Gewalttätigkeiten oder einer schwerwiegenden Notlage ihr Heimatland verlassen müssen.

Ein gängiges Vorurteil ist, dass Asylbewerber alle sozialen Vergünstigungen auf Kosten deutscher Bedürftiger erhalten.

Tatsache dagegen ist: Sie werden mit Essenspaketen abgespeist (Die Kosten, die das Sozialamt pro Paket bezahlen muss, entsprechen nicht dem tatsächlichen Materialwert). Sie leben in Sammelunterkünften auf engstem Raum zusammen und erhalten nur in lebensnotwendigen Fällen medizinische Versorgung.

Das häufig zitierte Argument 'Das Boot ist voll' entkräftet sich selbst, wenn man die konkreten statistischen Zahlen betrachtet, die zeigen, dass Deutschland bei der Aufnahme von Flüchtlingen weltweit zwischen Platz 15 und 25 steht.

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Was ist ein  ?

Tahar Ben Jelloun beantwortet diese Frage in seinem Buch 'Papa, was ist ein Fremder?':

>Der Wortstamm "fremd" bedeutet sowohl "von weit her", als auch "nicht dazugehörig". Ein Fremder kommt also aus der Ferne, aus einem anderen Land, manchmal auch nur aus einer anderen Stadt oder einem anderen Dorf. Und ein Fremder ist kein Angehöriger der Familie, des Klans oder des Stammes. Wenn heute jemand sage, dass ihm etwas "fremd" sei, dann meint er damit dass es sehr anders ist als das, was man jeden Tag sieht, dass es demnach irgendwie ungewöhnlich ist, aus der Reihe fällt. Das Wort "seltsam" kann manchmal etwas Ähnliches ausdrücken.<

Weiterhin führt Tahar Ben Jelloun aus, daß jeder von uns, sobald er/sie in ein anderes Land reist, für die Einheimischen ein/e Fremde/r oder Ausländerln ist. Angst, Argwohn und Misstrauen Fremden gegenüber sind natürlich.

Das Besondere am fremdenfeindlichen Verhalten ist, daßss Menschen an Angst und Argwohn festhalten, Fremde könnten ihnen etwas wegnehmen.



Bei entsprechender Beeinflussung kann aus dem Argwohn sogar Hass werden. Bei manchen Menschen wurde der Grundstein des Hasses schon in der frühesten Kindheit gelegt.

 

Alice Miller und Arno Grün haben versucht, die Ursachen der Entstehung von Hass und zerstörerischem Verhalten aufzuzeigen. Mögliche Ursachen sind: Missachtung der kindlichen Bedürfnisse, emotionale Ausbeutung, sexuelle und körperliche Gewalterfahrungen und massive Unterdrückung des kindlichen Willens.

 

Erst in den letzten 20 Jahren wurde die prägende Wirkung der frühen Kindheitserlebnisse für das gesamte Leben erkannt.



An das erfahrene Leid erinnern sich jedoch viele Erwachsene nicht mehr - was aber nicht bedeutet, dass es bewältigt oder verarbeitet wäre.

 

Manche Menschen machen andere für ihr Leid verantwortlich. Sie suchen sich "Sündenböcke", an denen sie Wut und Hass auslassen und ihre Ängste abreagieren können.

Z.B., wird immer wieder die Lüge verbreitet, die Ausländer seien schuld an der Wirtschaftskrise.

 

Diese Zusammenhänge zu erkennen, wäre Aufgabe der Erwachsenen.

 

 

Wohin der Mechanismus der Hassverschiebung führen kann, haben wir vor mehr als 50 Jahren in Nazi-Deutschland erfahren. Alles Andersartige und Fremde wurde als so bedrohlich empfunden, dass es verfolgt und vernichtet werden musste.

 

Nationalsozialistische Erziehungsmethoden basierten auf einer systematischen Erziehung zu Gefühlskälte, Beziehungsunfähigkeit, Härte und Funktionieren im Sinne der Ideologie.

 

Heute trägt Deutschland ein schweres Erbe der Vorväter. Umso wichtiger ist es, sich mit diesem "Erbe", den Ursachen und Erscheinungsformen des Faschismus auseinander zu setzen. Nur auf diese Weise kann verhindert werden, dass unbewusst und unbemerkt Geschichte sich wiederholt.

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